Hochwertige Uhren und Chronometer

Lebensbegleiter und Wertanlage

Hochwertige Uhren und Chronometer waren zu allen Zeiten begehrt und stellen selbst in der Gegenwart eine wertbeständige Anlage dar. Uhren und Chronometer erfreuen dazu das Sammlerherz und können regelmäßig getragen werden. Die Spannbreite reicht von Swatch, Cartier, der Joop Armbanduhr und Rolex über Kinderuhren, bis hin zur Seiko, zur Chopard oder zu diversen Nostalgie-Uhren. Besonders Retrodesign wird mittlerweile verstärkt angeboten. Insgesamt haben Uhren und Chronometer wieder einen höheren Stellenwert als noch vor einigen Jahren.

„Chrono“ heißt Zeit und Meter kann mit Maß übertragen werden, die Worte stammen aus dem Griechischen. So wäre „Zeitmesser“ eine zutreffende Übersetzung für Chronometer. In Wahrheit sind hochwertige Uhren und Chronometer aber viel mehr, nämlich absolut genaue Mechanismen mit Angabe der Sekunden, welche einer Ganggenauigkeitsprüfung unterzogen werden. Dazu gibt es in vielen Ländern Prüfstellen. Das einzige deutsche Institut befindet sich in der Sternwarte Wempe in Glashütte.

Als der Inbegriff für Chronometer stehen die Produkte aus der Schweiz. Hier werden zuverlässige Zeitmesser hergestellt, welche sich durch eine besonders hohe Funktionalität auszeichnen. In der Schweiz dürfen Uhren nur dann die Bezeichnung Chronometer tragen, die eine Ganggenauigkeitsüberprüfung im unabhängigen Schweizer Observatorium durchliefen. Weiterhin müssen sie ein COSC-Zertifikat vom Contrôle officiel suisse des chronomètres (COSC) erhalten haben. Ein mechanisches Präzisionsuhrwerk sollte niemals mehr als fünf Sekunden täglich von der amtlichen Zeit abweichen. Die Schweizer Prüfstelle gilt international als die anerkannteste und genießt im Uhrmacherhandwerk einen hohen Status.

Die Prüfung der Uhren und Chronometer im COSC dauert 15 Tage. Die Uhr wird in unterschiedlichen Lagen bei drei verschiedenen Temperaturen getestet. Die Ganggenauigkeit bildet den Hauptschwerpunkt der Untersuchungen und richtet sich nach der Werkgröße. Quarzwerke werden ebenfalls im Schweizer Institut geprüft. Das dauert elf Tage, allerdings gelten strengere Kriterien. Lediglich 0,07 Sekunden darf ein Quarz-Chronometer von der offiziellen Zeit abweichen.

Eine lange Tradition besitzen Chronometriewettbewerbe, die von 1872 bis 1968 im Schweizer Observatorium Neuenburg ausgetragen wurden. Dann kam es zur „Quarzkrise“ im Uhrmacherhandwerk, ausgelöst durch die Erfindung der Quarzuhr. Mittlerweile sind Uhren und Chronometer jedoch wieder sehr beliebt. Deshalb richtet das Uhrenmuseum in Le Locle alle zwei Jahre einen Wettbewerb der Chronometrie aus, nun schon seit 2009. Viele Fachhandwerker nehmen daran teil und kreieren stets neue Produkte.

Hochwertige Armbanduhren laufen mit schnellschwingenden Werken ununterbrochen. Diese Automatikuhren besitzen die Fähigkeit, sich bei jeder Armbewegung selbständig aufzuziehen. An der Rückseite dieser Uhren und Chronometer wird in der Schweiz ein dickes Saphirglas verbaut, dieses schützt die hochwertigen Werke.

Hochwertige Uhren und Chronometer werden jedoch nicht immer einer Prüfung unterzogen. Gesetzlich geschützt wird der Begriff nicht, und so bezeichnen viele Hersteller ihre Produkte als „Chronometer“. Deshalb sollte der potentielle Kunden schauen, ob eine Prüfung der bekannten Institute vorliegt. Diese erhöht den Wert der Uhr.

Swatch, Cartier, Rolex, Chopard, Seiko und die Joop Armbanduhr bieten eine große Auswahl. Ein Tipp: Wieso nicht einmal gebrauchte Produkte erwerben? Im Netz sind zahlreiche gute Angebote zu haben, oft von privaten Anbietern. Wer auf der sicheren Seite stehen möchte, der kauft bei Fachhändlern, die oft Zertifikate mitliefern. Das gilt ebenfalls für Kinderuhren, Nostalgie Uhren und Produkte im Retrodesign.